(1.) Der König wird demütig gebeten, allen Eigentümern zu verbieten, mchrere Pachten an denselben Pächter zu verpachten, denn daraus ergibt sich vielerlei Mißbrauch wie der, daß die Großbauern, die mehrere Pachten haben, nicht soviel Vieh halten; folglich gibt es weniger Fleisch, Milch, Butter und andere Lebensmittel, weniger Dünger und schlechter bearbeitete Felder; man braucht auch weniger Knechte und Mägde; und die Armen haben keine Arbeit und können keine Nahrung bekommen, weil die gewöhnlichsten Fleischsorten, Rind- und Schweinefleisch seit mehreren Jahren 10 und 12 Sous das Pfund von 16 Unzen und Butter desselben Gewichts 20 und 30 Sous kosten. [...]
(2.) Diese Großbauern, die so viele Pachten haben, selbst
ganze Pfarrgemeinden, haben alle Weiden der Pfarrgemeinden und selbst der
Gemeinden. Schließlich werden sie auch Herren der Lebensmittelpreise
und des Schicksals der Allgemeinheit und verkaufen ihr Getreide erst, nachdem
sie es mehrere Jahre aufbewahrt haben, und sie halten es sogar zurück,
wenn sie können, was zu dem Preis führt, wie er ist, also bei Brot
das Pfund von 16 Unzen 4 Sous macht. Dieser hohe Preis ist die Ursache der
Zerstörung des ganzen
Handels, weil man keine andere Ware mehr kaufen kann, nachdem
man Brot gekauft hat: Selbst nicht ein einziger Armer kann die Hälfte
seiner Nahrung erhalten, andere haben gar nichts und sterben an Hunger, um
die Verhältnisse des Großbauern blühen zu lassen. Diese
große Teuerung wird nicht vom Erntemangel verursacht, denn die
vorhergehenden Jahre waren überreich, und das letzte Jahr war ein
Durchschnittsjahr. Um diesen Mißständen abzuhelfen, möge
es der Güte des Königs anheimgestellt sein zu befehlen, daß
die Pachten weniger groß seien und jeweils einzeln an Einzelpersonen
verpachtet werden: Denn dann bräuchte man mehr Bedienstete, Vieh, die
Felder würden besser bearbeitet und gedüngt, und es gäbe mehr
Fleisch. [...]
(5.) Wir bitten den König noch um Folgendes: Er möge das Getreide festsetzen lassen auf 7 Livres den Pariser Zentner, bei dem 16 Unzen auf das Pfund kommen. ...
(6.) Alle Arten von Baunrechten zu verbieten, weil es Schikane ist und oft zu ruinösen Prozessen führt, die die Müller den Vasallen, die den Bannrechten unterworfen sind, machen und sie sogar soweit bringen, daß sie ihre Möbel verkaufen. Für diese Schikane möge der gütige König eine Reform finden, die geeignet ist, diesen großen Mißstand abzuschaffen.
(7.) Die Stimmberechtigten der Pfarrgemeinde Letteguives sind instruiert worden, daß gewisse Handwerker Maschinen erfunden haben, die für die Baumwollspinnerei von großem Übel sind; und wenn sie weiter bestehen, sind sie verheerend für die Unglücklichen ohne Arbeit. Es möge im Wohlgefallen des Königs liegen, diese Arten von Maschienen zu verbieten.
(8.) Möge der König, wenn es ihm gefällt, vor dem Bankrott bewahren, der den Handel noch ruiniert.
(9.) Ein Mißstand, der gegenwärtig Erregung hervorruft, besteht darin, daß die Armen Miete für die Bänke in der Kirche bezahlen, damit sie ein gewisses Einkommen hat, um zu existieren.
(10.) Die Einstellung des Getreideexports.
(11.) Daß es keine Generalpacht mehr gibt.
(12.) Wenn es dem König gefällt: Aufhebung des Vertrags, der mit den Engländern gemacht worden ist und ihnen den Handel in Frankreich erlaubt.
(14.) Daß die Salzsteuer abgeschafft werde und der Verkauf von Salz frei sei.
(15.) Teilreform der Verordnung über die Wahl der Mitglieder der Munizipalversammlung, die besagt, daß man nur unter denen wählen kann, die dem König 30 Livres bezahlen. Der König möge befehlen, daß man eine niedrigere Summe nehme um Mißbrauch zu vermeiden.
(16.) Die drei Stände mögen dem König im Verhältnis zu ihren Einkünften zahlen.
(18.) Der König wird demütig gebeten, die Generalstände alle fünf fahre einzuberufen, um von unserem Unglück zu erfahren.