zur Startseite   
zur Seite: Veröffentlichungen H.R. Schmidt


Proseminar "Ehe - Männer und Frauen in der Frühen Neuzeit"

WS 2002/2003

von Heinrich Richard Schmidt (Proseminarleiter): heinrich-richard.schmidt@hist.unibe.ch
und Jens Montandon (Tutor)
: jens_montandon@bluewin.ch

Übersicht über die einzelnen Veranstaltungen (Datum, Art, Thema)

Plenum und Tutorium finden beide montags statt. 1. Sitzung: Am 28.10. - Beginn 8.15 Uhr

Plenum 8.30-10 Uhr

Tutorium 1 von 14-16, Tutorium 2 von 16-18 Uhr.
Raum für das Tutorium: B 128, Historisches Institut, 1. Stock

Sitzung Nr. Datum Inhalt

Abkürzungen im Feld "Datum":
PS = Proseminarplenum
TT = Tutorium

1 28.10. 2002

PS

Vorstellung der Semesterplanung

Referatevergabe, Tutoriumseinteilung

-------------------------------

I   Informationsbeschaffung:
a) Heuristik und Brainstorming

Ehe - eine Begriffsbestimmung

b) Wie bibliographiere ich?

Wo finde ich Informationen zu dem Thema - wie bibliographiere ich?

Ausgangspunkt:
- Proseminarbibliographie des Historischen Instituts der Uni Bern (Winword6-doc, 1999)
Neuauflage geplant bis WS 2002/03
- Baumgart, W. (Hg.), Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte, München, laufend neue Auflagen

Weg:
- Wie gehe ich beim Bibliographieren vor?
- Erarbeiten eine Ablaufschemas

Hausaufgabe für die nächste Stunde: Suche nach Definitionen zur Phänomenologie und Geschichte der Ehe in ausgewählten Lexika (wird im TT vorbereitet): Präsentation der Ergebnisse der Recherche in einer Plenardiskussion in Sitzung 2 (Diskussionsrunde, in der jeder den Standpunkt "seines" Lexikons vertritt).

Hausaufgabe für den 11.11.2002: Präsentation durch Gruppe 1 von: Heide Wunder, "Er ist die Sonn`, sie ist der Mond". Frauen in der Frühen Neuzeit, München, S. 57-117 und155-190 sowie S. 244-268 - Zusammenfassung und Visualisierung der Ergebnisse

TT 1. Führung durch die Institutsbibliothek (Paul Nielsson) - eine halbe Stunde, anschließend

2. Die PS-Bibliographie und der Baumgart. Wie bibliographiert man pragmatisch? Übungen und Entwicklung eines Schemas. Lexika - Texte zur Ehe - gezielt auf die Frage des PS 2 vom 6.11.2002

2 4.11.2002

PS

Heuristik: Die Erarbeitung einer Fragestellung

Diskussion der Lexika-Standpunkte im Plenum

Hausaufgabe (Erinnerung): Präsentation durch Gruppe 1 von: Heide Wunder, "Er ist die Sonn`, sie ist der Mond". Frauen in der Frühen Neuzeit, München, S. 57-117 und155-190 sowie S. 244-268 - Zusammenfassung und Visualisierung der Ergebnisse

TT Lexika - Schwerpunkt Neuere Geschichte, Bibliographieren zu dem Referatsthemen

kurz: Das systematische Bibliographieren (Austeilen einer tabellarischen Übersicht zum systematischen und zum pragmatischen Bibliographieren)

ausführlich: Das pragmatische Bibliographieren:

a)  Enzyklopädien (Encyclopedia Britannica, Brockhaus), Sachlexika; b) Wörterbücher; c) Geschichtslexika; d) Teil- und Fremdfach-Lexika; e) biographische Lexika

- Arbeitsziel/Schwerpunkt: Bibliographieren zu den gewählten Referatsthemen - "passende" Lexika auswählen

3 11.11.2002

PS

Plenum: Erarbeitung und Zusammenfassung (listenförmig, Protokoll, Mindmap) von Heide Wunders Buch

Hausaufgabe: 2. Gruppe bereitet in gleicher für den 27.11.2002 Weise individuell van Dülmen vor: Richard van Dülmen. Das Haus und seine Menschen (Kultur und Alltag in der Frühen Neuzeit, Bd. 1), München 1990, S. 38-55, 133-197, 229-240

TT 1. Führung durch die BTO

1. Gruppe: 14.15 bis 15.15 Uhr

2. Gruppe: 16.15-17.15 Uhr

2. Anschließend TT. Fortsetzung Lexika, evtll. Übungen an der PS-Bibliographie

4 und 5 18.11.2002

8-12 Uhr
= Doppelsitzung

PS

Internet

1. Der Umgang mit dem Web-Browser

2. Bibliographieren über das Internet

  • Lexika: BBLK, Britannica

  • Bücherverzeichnisse: VLB, Französische Bücher (Alapage), Englische Bücher (Amazon), Italienische Bücher, Spanische Bücher (beide via KNO)

  • Aufsatzdatenbanken: IBZ, Historical Abstracts (knapp, siehe 25.11.), Historische Bibliographie (der HZ)

  • Suchmaschinen (Google)

  • Bibliothekskataloge (Karlsruher virtueller Katalog, Schweizer Kataloge)

  • Startrampen für Geschichte

3. evtll.: die eigene email-Adresse

TT Handbücher und Gesamtdarstellungen - Schwerpunkt Neuere Geschichte

1. Handbücher i.e.S.: a) Weltgeschichte; b) Europäische Geschichte; c) Nationale Geschichte; d) Teilfach-Handbücher; e) Spezial-Handbücher (Technikgeschichte, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Religions- und Kirchengeschichte etc.)

2. Gesamtdarstellungen (s. Wunder, van Dülmen - s.u.)

- Arbeitsziel/Schwerpunkt: Bibliographieren zu den gewählten Referatsthemen - "passende" Handbücher auswählen

6 25.11.2002

PS

II. Informationsverarbeitung - technisch: Die Textzusammenfassung

Plenum: Gruppe 2: Richard van Dülmen. Das Haus und seine Menschen (Kultur und Alltag in der Frühen Neuzeit, Bd. 1), München 1990, S. 38-55, 133-197, 229-240

Diskussion der Standpunkte von Wunder und van Dülmen

HausaufgabeBieler Ehebruchsfall lesen und verarbeiten

TT 13.15 Uhr: Führung und Übungen in der StUB (Herr Descombes)

Fortsetzung Informationsbeschaffung - CD-ROM-Datenbanken (STUB)

- Nutzung von CD-ROMs  und dem Internet zum Bibliograpieren: StUB Führung mit Einstiegen auf CD-ROM /Internet in Brockhaus multimedial, Deutsche Nationalbibliographie, Jahresberichte für deutsche Geschichte, BNF (Bibliographie Nationale de France), AHCI, SSCI

in Fünfergruppen:
1. AHCI, SSCI
2. DNB, BNF
3. Jahresberichte für deutsche Geschichte, Brockhaus multimedial, evtl. Encyclopédie universelle Larousse
4. Internet-Übungen zur Nutzung der Datenbanken, die am Vormittag (18.11.) vorgestellt worden waren und bes. Auffrischung Historical Abstracts

- Arbeitsziel: Kenntnis der für das Bibliographieren relevanten CDS und ihrer Benutzung; Fortsetzung Bibliograpieren für die Referate

7 2.12.2002

PS

Plenum: Quellenarbeit und inhaltliche Diskussion
Der Bieler Ehebruchsfall I - der Inhalt, Klärung, Techniken des Erfassens diskutieren und anwenden

Das Erstellen einer Textzusammenfassung/eines Protokolls aus einer Mitschrift der Quellendiskussion (Fortsetzung im TT)

Hausaufgabe: Der Bieler Ehebruchsfall - Lektüre fortsetzen

TT II. Informationsverarbeitung - technisch:

Mitschriften und Protokolle - Mindmaps

- Sichern der zentralen Elemente der Texte
- Erstellen eines je eine A4-Seite umfassenden zusammenfassenden Mitschrift / eines Protokolls über die Quelle des PS

Umsetzung in ein Mindmap / Netz: Übungen am Bieler Fall
- evtll.: Mindmapping-Programme (Inspiration; CMap-Tools (Freeware); Mindman)

Lesetechniken, Anstreichen, Zusammenfassungen/Abstracts

8 9.12.2002

PS

Abgabe der Bibliographien zu den Referatsthemen

Plenum: Der Bieler Ehebruchsfall II - Das Informationsnetz (Zeitgeographie, Netzwerke)

Referate: Struktur und Präsentation, Diskussion und "Regel-Erstellung"

TT Nachtrag Informationsbeschaffung - Zeitschriften und Bibliographien (laufende und abgeschlossene) - verbunden mit Informstionsverarbeitung technisch (LiteRat etc.)

Zeitschriften als laufende Bibliographie u.a.: RHE, ARG-Lit., Historische Anthropologie etc.
Abgeschlossene Bibliographien: u.a. Dahlmann-Waitz

Der Zettelkasten - vom Papier zur EDV

- Der papierne Zettelkasten
- Zettelkasten mit asksam (Vorführung)
- Literaturdatenbank und Zettelkasten mit LiteRat (Vorführung)

und falls nötig: Fortsetzung der Aufgabenstellung "Referate halten"

9 16.12.2002

PS

Abgabe der schriftlichen Kommentare zu den Bibliographien durch PS-Leiter und Tutor -
Besprechung der Kommentare nach Vereinbarung

III. Informationsverarbeitung - Kritik/Quellen

Was sind Quellen?

Plenum: Der Bieler Ehebruchsfall III - Quellenkritik, die Standorte der Zeugen, ihr Wissen, ihre Nähe und Ferne: Der Wert  von Quellen als Zeugen - Epistemologie und Erkenntnistheorie
---------------------------------------

Referat 1: Die Ehe - ein Abriß von der germanischen zur frühneuzeitlichen Ehelehre

Referate stets maximal 25 Minuten, Diskussion 20 Minuten

Hausaufgabe: Lektüre der Bieler Quelle zur Eheanbahnung und
folgende normative Texte (downloadbare Winword-Files)
1. Ausgewählte Texte von Heinrich Bullinger,
1.1 Ders., Christliches Glaubensleben. Summa christenlicher Religion, Zürich 1556/1558, Nachdruck Basel, Giessen 1995, S. 78 f.
1.2 Ders., Vollkommne underrichtung desz christenlichen Eestandes ..., Zürich 1540/1579
2. Martin Luther, Eine Predigt vom Ehestand, in: Ders., Vom ehelichen Leben und anderere Schriften über die Ehe, Stuttgart 1997, S. 63-74 

TT III. Informationsverarbeitung - Kritik/Quellen:

Quellenkunden und Quellensammlungen zur Neueren Geschichte
Verzeichnis von Quellenkunden und -sammlungen:
Baumgart, W. (Hg.), Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte, München, laufend neue Auflagen

Quellenkunden: u.a. Baumgart, W. (Hg.), Quellenkunde zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis zur Gegenwart, Darmstadt 1987 ff., Schweizerische Quellenkunden 

Quellensammlungen: u.a. Freiherr-vom-Stein-
Gedächtnisausgabe, Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, Eidgenössische Abschiede, Deutsche Reichstagsakten, Lautemann, W. (Hg.), Geschichte in Quellen, München 1981

Übungen zur Quellenkritik oder Diplomatik: Was ist eine Urkunde, was sind Akten?

oder: Aufarbeitung von offenen Fragen und Nachträge (wenn die Sitzung vom 11.12. zu den Referaten nicht "ausdiskutiert" ist)

10 6.1.2003

PS

Plenum: Diskussion und Strukturierung der Quellen;
Beginn: Bieler Quelle

Dann Fortsetzung des Plenums mit den normativen Texten (oder nach dem Referat, das direkt an die 20-minütige Diskussion der Bieler Quelle anschließt)
1.1 Ders., Christliches Glaubensleben. Summa christenlicher Religion, Zürich 1556/1558, Nachdruck Basel, Giessen 1995, S. 78 f.
1.2 Ders., Vollkommne underrichtung desz christenlichen Eestandes ..., Zürich 1540/1579
2. Martin Luther, Eine Predigt vom Ehestand, in: Ders., Vom ehelichen Leben und anderere Schriften über die Ehe, Stuttgart 1997, S. 63-74 

Referat 2: Wer macht die Ehe in der frühen Neuzeit? Hausväter, Kilten, Fensterln, keusches Bettfreien

TT Quellenarbeit

Archivalien, Archivführer, Paläographie: Übungen zur Paläographie
Arbeit mit Grotefend und der hilfswissenschaftlichen Website der Uni Zürich: http://www.adfontes.unizh.ch/1001.php (mit online "Grotefend": http://www.adfontes.unizh.ch/5500.php)

verbunden mit konkreter Arbeit an Archivalien im Staatsarchiv Bern (Führung und Übungen), geleitet durch den Direktor des
Staatsarchivs Bern, Dr. Peter Martig

11 13.1.2003

PS

Fortsetzung der Diskussion über die Theologen-Quellen:
1. Ausgewählte Texte von Heinrich Bullinger,
1.1 Ders., Christliches Glaubensleben. Summa christenlicher Religion, Zürich 1556/1558, Nachdruck Basel, Giessen 1995, S. 78 f.
1.2 Ders., Vollkommne underrichtung desz christenlichen Eestandes ..., Zürich 1540/1579
2. Martin Luther, Eine Predigt vom Ehestand, in: Ders., Vom ehelichen Leben und anderere Schriften über die Ehe, Stuttgart 1997, S. 63-74 

Referat 3: Ehekonflikte - Herrschaft, Frauenmacht und Sozialdisziplinierung
Die Gruppe leitet auch die Diskussion der Quelle.

TT IV. Informationsausgabe (Output) - Topik

Das Thesenpapier

Formalien einer Bibliographie; Formalien der Zitierung - plus Ausgabe eines Richtlinienblattes und kurze Diskussion der Zitation

12 20.1.2003

PS

Fortsetzung Diskussion der normativen Texte

Referat 4: Die Liebe in der Frühen Neuzeit im Kontext des Patriarchts

TT Die wissenschaftliche Arbeit, Aufbau, Formalien, an ausgewählten Beispielen

Die Proseminararbeit

13 27.1.2003

PS

Abgabe der Mini-Proseminararbeit

Plenum: Zwingli, H., Wie Jugendliche aus gutem Haus zu erziehen sind, Zürich 1523, in: Huldrych Zwingli, Schriften I, Zürich 1995, S. 215-241 (neuhochdeutsche Übertragung)

Referat 5: Kindererziehung

TT Der Forschungsbericht

- Wie finde ich "pfannenfertige" Forschungsberichte und Rezensionen (IBR, laufende Bibliographien (vertiefen im Vergleich zur Stunde vom 25.11., EDG, Oldenbourg-Grundriß der Geschichte, AHCI, Zeitschriften wie RHE-Bibliographie etc. …)

- Wie schreibe ich selbst einen Forschungsbericht?, an ausgewählten Beispielen erarbeiten

- Wie gewinne ich eine Fragestellung aus der Forschungslage?

14 3.2.2003

PS

Schlußdiskussion
TT Besprechung der Mini-Proseminararbeiten

7.2.2003

Semesterende

------------------------------------------------------------------------
Ende
zum Anfang der Seite / to top / au début de la page

Copyright: Heinrich R. Schmidt, Worb, Switzerland
© 2002, all rights reserved
heinrich-richard.schmidt@hist.unibe.ch