„Das ganze Haus und seine Menschen“ – Proseminar vor 1800

HS 2011

von Heinrich Richard Schmidt (Proseminarleiter): heinrich-richard.schmidt@hist.unibe.ch
undLorenz Theilkäs (Tutor):
lorenz.theilkaes@students.unibe.ch

Plenum: Montag 10-12 Uhr
Tutorium: Montag 12-14 Uhr
 Sie finden alle unten erwähnten Texte, wo diese nicht selbst einen Link haben, unter
http://downloads.hist-web.unibe.ch/w7074/
wenn Sie die von mir genannten Passwörter eingeben

Sitzung Nr.

Datum

Inhalt

Abkürzungen im Feld „Datum“:
PS = Proseminarplenum
TT = Tutorium

Aufgaben der TeilnehmerInnen (in Gruppen):

1. Kurzreferate/Inhaltsreferate zu Texten dem Handbuch
von Richard van Dülmen, Das Haus und seine Menschen (Kultur und Alltag in der Frühen Neuzeit, Bd. 1), München 1990
Gruppe 1: S. 38-55: Der patriarchalische Haushalt
Gruppe 2: S. 101-132: Erziehung und Jugend
Gruppe 3: S. 133-157: Verlobung und Trauung
Gruppe 4: S. 157-197: Sexualität
Gruppe 5: S. 199-228: Alter und Tod
Gruppe 6: S. 229-240: Die Geburt der bürgerlichen Familie
Jede Gruppe hat total 30 Minuten (15-20 Minuten Vortrag + 10-15 Minuten Diskussion)

2. Referate zu Spezialthemen (s.u.)

1

26.09.2011
PS

Vorstellung der Semesterplanung

Referatsvergabe, Tutoriumseinteilung
---------------------------
Ein Überblick über die Neuzeit-Konzepte

- Gerd Schwerhoff, Frühe Neuzeit - Profil einer Epoche: http://www.schmidt.hist.unibe.ch/pot/FNZ/SchwerhoffFNZProfileinerEpoche.doc

als Mindmap

I Informationsbeschaffung/Heuristik

a) Heuristik und Brainstorming

Hausaufgabe für die nächste Stunde: Suche nach Definitionen zur Phänomenologie und Geschichte der Ehe in ausgewählten Lexika (wird im TT vorbereitet): Präsentation der Ergebnisse der Recherche in einer Plenardiskussion in Sitzung 2 (Diskussionsrunde, in der jede/r den Standpunkt „seines“ Lexikons vertritt)

Hausaufgabe für PS 3-5: Präsentation durch Gruppen von: Richard van Dülmen, Das Haus und seine Menschen (Kultur und Alltag in der Frühen Neuzeit, Bd. 1), München 1990 (s.o.)

 

TT

ab 13.00 Uhr Bibliotheksführung

im Historischen Institut

I Informationsbeschaffung/Heuristik

b) Das pragmatische Bibliographieren I

Der Weg der Erkenntnis:
-Wie gehe ich beim Bibliographieren vor?

Vorgehensweise
Ausgangspunkt:

-Proseminarbibliographie des Historischen Instituts der Uni Bern 2006/2007
-Baumgart, W. (Hg.), Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte, München, laufend neue Auflagen

13.00 Uhr: kurze Bibliotheksführung im Historischen Institut: Plattform und BTO mit  Schwerpunkt Lexika und Handbücher
Eine Führung durch die Basisbibliothek Unitobler (BTO) soll privat und individuell und ausserhalb des TT besucht werden. Siehe Angebote der BTO!

Hausaufgabe: Lexika – Texte zur Ehe und Texte zur Familie zusammenfassen

2

03.10.2011
PS

Heuristik: Die Erarbeitung einer Fragestellung

Diskussion der Lexika-Standpunkte zu den Themen Ehe oder Familie (je eine Person bearbeitet einen der beiden Begriff anhand eines Lexikons

Zusammenstellung/Mindmap im Plenum, Mindmapping durch mich

TT I Informationsbeschaffung/Heuristik

Heuristik: Das pragmatische Bibliographieren II

Lexika – Schwerpunkt Neuere Geschichte, bibliographieren zu den Referatsthemen

a)      Enzyklopädien (Encyclopedia Britannica, Brockhaus), Sachlexika; b) Wörterbücher; c) Geschichtslexika; d) Teil- und Fremdfach-Lexika; biographische Lexika

Arbeitsziel/Schwerpunkt: Bibliographieren zu den gewählten Referatsthemen – „passende“ Lexika auswählen

Freitag 07.10.2011

TT

vierstündig

im PC-Raum

13:30-17:00

Heuristik: Bibliographieren

Internet, laufende Bibliographien (und Bibliographien in Zeitschriften)

  • Lexika: BBKL, Britannica, Brockhaus

  • Bücherverzeichnis: VLB, Französische Bücher (Alapage), Englische Bücher (Amazon), Italienische Bücher, Spanische Bücher (beide via KNO)

  • Aufsatzdatenbanken: IBZ, Historical Abstracts, Historische Bibliographie (der HZ)

  • Suchmaschinen: Google etc.

  • Bibliothekskataloge: Karlsruher virtueller Katalog, Schweizer Kataloge

  • Startrampen für Geschichte

  • Wikipedia: Vor- und Nachteile

  • Zeitschriften, Zeitschriften-Datenbanken und Zitationsindizes:

  1. IBZ
  2. AHCI, SSCI
  3. Jahresberichte für deutsche Geschichte, Brockhaus multimedial, evt. Encyclopédie universelle Larousse
  •  CD-ROMs der UB (VPN-Client)

  • Citavi, ein Bibliographierprogramm, das Titel sucht, in einer Datenbank speichert (Literaturverzeichnis) und Zettelkastenfunktionen hat

3

10.10.2011
PS

II. Informationsverarbeitung – technisch:

Die Gruppen halten jeweils während 35 Minuten ein Referat auf der Basis des van-Dülmen-Textes, das sie mit Handouts begleiten, die sie allen abgeben.

Gruppe 1: Der patriarchale Haushalt
Gruppe 2: Erziehung und Jugend


Beide Gruppen erstellen ein Handout in der Form einer Gliederung und verteilen es zu Beginn.

TT Heuristik: Das pragmatische Bibliographieren III

Handbücher und Gesamtdarstellungen – Schwerpunkt Neuere Geschichte

Handbücher i.e.S.: a) Weltgeschichte; b) Europäische Geschichte; c) Nationale Geschichte; d) Teilfach-Handbücher; e) Spezial-Handbücher (Technikgeschichte, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Religions- und Kirchengeschichte etc.)

Gesamtdarstellungen (z.B. Gestrich, A., Krause, J.-U., Mitterauer, M., Geschichte der Familie, Stuttgart 2003)

Arbeitsziel/Schwerpunkt: bibliographieren zu den gewählten Referatsthemen – „passende“ Handbücher auswählen

4

17.10.2011
PS

Gruppe 3: Verlobung und Trauung
Gruppe 4: Sexualität

Beide Gruppen erstellen ein Handout in der Form einer Tabelle und verteilen es zu Beginn.

 

TT

Heuristik: Das pragmatische Bibliographieren IV

Fortsetzung Zeitschriften sowie laufende und abgeschlossene Bibliographien

Formalien des Bibliographierens bzw. der bibliographischen Angaben (Quellen- und Literaturverzeichnis und Fussnoten)

Kurz: Das systematische Bibliographieren (Hinweis auf die Übersicht im Skript zum systematischen Bibliographieren)

5

24.10.2011
PS

Gruppe 5: Alter und Tod
Gruppe 6:
Die Geburt der bürgerlichen Familie
Die Gruppe erstellt ein Handout in der Form eines Mindmaps und verteilen es zu Beginn.

Evtl. Einführung in Mindmapping-Programme

 

TT

II. Informationsverarbeitung – technisch:

Analytische und synthetische Verfahren

synthetische Verfahren: Zusammenfassungen

analytische Verfahren: Zettelkasten und Zettelkastenprogramme (u.a. http://zettelkasten.danielluedecke.de/, evtl. Citavi vertiefen)

6

01.11.2011
PS

 

Abgabe der Bibliographien zu den Referatsthemen

Referate: Struktur und Präsentation, Diskussion und „Regel-Erstellung“

II. Informationsverarbeitung – Kritik/Quellen

Was sind Quellen?

Urkunden und Akten

Äussere und innere Quellenkritik

Plenum: eine beispielhafte Quelle

Quellenkritik, die Standorte der Zeugen, ihr Wissen, ihre Nähe und Ferne: Der Wert von Quellen als Zeugen – Epistemologie und Erkenntnistheorie

Innere und äussere Quellenkritik (Fragenraster erarbeiten)

 

TT

12.30-14.00 Uhr Staatsarchiv Bern

III. Informationsverarbeitung – Kritik/Quellen

Quellenarbeit

Archivalien, Archivführer, Paläographie: Übungen zur Paläographie

Arbeit mit Grotefend und der hilfswissenschaftlichen Website der Uni Zürich http://www.adfontes.unizh.ch/1001.php (mit online „Grotefend“: http://www.adfontes.unizh.ch/5500.php)

Verbunden mit konkreter Arbeit an Archivalien im Staatsarchiv Bern (Führungen und Übungen)

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07.11.2011
PS 

Angabe der schriftlichen Kommentare zu den Bibliographien durch PS-Leiter und Tutor – Besprechung der Kommentare nach Vereinbarung

Quelleninterpretation:

Martin Luther, Eine Predigt vom Ehestand, in: Ders., Vom ehelichen Leben und anderen Schriften über die Ehe, Stuttgart 1997, S. 63-74.

III. Informationsausgabe (Output) – Topik

Die Gruppenreferate (sofern nichts anderes angegeben) umfassen 25 Minuten Vortrag und 10 Minuten Diskussion.

Referat Gruppe 1: Wer macht die Ehe in der frühen Neuzeit? – Powerpoint-Vortrag zum Forschungsstand in der Literatur

 

TT

III. Informationsausgabe (Output) – Topik

Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit an Beispielen

Besprechung der Formalien des Bibliographierens bzw. der bibliographischen Angaben (Quellen-/ Literaturverzeichnis und Fussnoten) am Beispiel der abgegebenen Bibliographien

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14.11.2011
PS

Referat Gruppe 2: Ehekonflikte – vorab verschicktes Referat zu einschlägigen Studien (kurze Einführung von 5-10 Minuten, 25-30 Minuten Diskussion des von allen gelesenen Textes)

Referat Gruppe 3: Liebe in der Frühen Neuzeit– Plenare Quellenarbeit

 

TT

III. Informationsverarbeitung – Kritik/Quellen

Quellenkunden und Quellensammlungen zur Neueren Geschichte
Verzeichnis von Quellenkunden und –sammlungen:
Baumgart, W. (Hg.), Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte, München, laufend neue Auflagen

Quellenkunden: u.a. Baumgart, W. (Hg.), Quellenkunde zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis zur Gegenwart, Darmstadt 1987 ff., Schweizerische Quellenkunden

Quellensammlungen: u.a. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe, Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, Eidgenössische Abschiede, Deutsche Reichstagsakten, Lautemann, W. (Hg.), Geschichte in Quellen, München 1981

Übungen zur Quellenkritik oder Diplomatik: Was ist eine Urkunde, was sind Akten?

Oder: Aufarbeitung von offenen Fragen und Nachträge

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21.11.2011
PS

Referat Gruppe 4: Hausväterliteratur – Gruppenarbeiten mit Quellen und Texten (vorab verschickt); Lese-Gruppen eingeteilt durch Gruppe 4

Referat Gruppe 5: Familiäre Erziehung – Powerpoint-Präsentation

 

TT

Klärung offener Fragen und Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit? Planung, Aufbau, Argumentation, Forschungsbericht und Zusammenfassung

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28.12.2011
PS

Referat Gruppe 6: Die proletarische Ehe  im 19. Jahrhundert  Reiner Vortrag mit Folien und anschliessender plenarer Diskussion (Tagungs- oder Kolloquiumssituation)

Klärung offener Fragen. Rekapitulation der Referate im Hinblick auf Vorträge an der Universität

 

TT

III. Informationsausgabe (Output) – Topik

Das Thesenpapier
Das Protokoll
Das Materialpapier

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05.12 .2011
PS

 

Die Forschungssituation als Diskurszustand

Plenare Diskussion des Textes: Otto Brunner, Das „Ganze Haus“ und die alteuropäische „Ökonomik“, in: Ders. (Hrsg.), Neue Wege der Verfassungs- und Sozialgeschichte. 2. Aufl. Göttingen 1968, S. 103-127.

Abgabe der Mini-Proseminararbeit

TT Der Forschungsbericht

Dekonstruktion zweier Forschungsberichte

-Wie finde ich „pfannenfertige“ Forschungsberichte und Rezensionen (IBR, laufende Bibliographien [vertiefen im Vergleich zur Stunde vom 25.11.], EDG, Oldenbourg-Grundriss der Geschichte, AHCI, Zeitschriften wie RHE-Bibliographie etc. …)

-Wie schreibe ich selbst einen Forschungsbericht?, an ausgewählten Beispielen erarbeiten

-Wie gewinne ich eine Fragestellung aus der Forschungslage?

 12 12.12.2011 Otto Brunners ganzes Haus in der wissenschaftlichen Kontroverse, Diskussion ausgewählter Texte

Valentin Groebner, Ausser Haus. Otto Brunner und die alteuropäische „Ökonomik“, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 46 (1995), S. 69-80

Lyndal Roper, Das fromme Haus. Frauen und Moral in der Reformation, Frankfurt a.M., New York 1995, S. 7-11; 141-178

Claudia Opitz, Neue Wege in der Sozialgeschichte? Ein kritischer Blick auf Otto Brunners Konzept des „Ganzen Hauses“, in: Geschichte und Gesellschaft 19, 1994, S. 88-98

Hans Derks, Über die Faszination des „Haus-Konzepts“, in: Geschichte und Gesellschaft 22, 1996, S. 221-242

Gerhard Dilcher, Die Ordnung der Ungleichheit. Haus, Stand und Geschlecht, in: Ute Gerhardt (Hrsg.), Frauen in der Geschichte des Rechts, München 1997, S. 55-72

Joachim Eibach, Das Haus: Zwischen öffentlicher Zugänglichkeit und geschützter Privatheit (16.-18. Jahrhundert), in: Susanne Rau und Gerd Schwerhoff (Hgg.), Öffentliche Räume in Spätmittelalter und Früher Neuzeit,  Köln, Weimar, Wien 2004, S. 183-205

TT Besprechung der Mini-Proseminararbeiten

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19.12.2011

Einführungen ins Studium (Liste und Empfehlungen: Einsichtnahme), Lernstrategien und Schreibstrategien: Kurse der Hochschuldidaktik, BücherSchlussdiskussion

 Ende
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