„Das ganze Haus und seine Menschen“ – Proseminar vor 1800

FS 2010 (1.3.-31.05.2001)

von Heinrich Richard Schmidt (Proseminarleiter): heinrich-richard.schmidt@hist.unibe.ch
und Joel Graf (Tutor): joel.graf@hist.unibe.ch

Plenum: Montag 10-12 Uhr
Tutorium: Montag 12-14 in F 012
 Sie finden alle unten erwähnten Texte, wo diese nicht selbst einen Link haben, unter
http://www.downloads.hist-web.unibe.ch/sn113
wenn Sie die von mir genannten Passwörter eingeben

Sitzung Nr.

Datum

Inhalt

Abkürzungen im Feld „Datum“:
PS = Proseminarplenum
TT = Tutorium

Aufgaben der TeilnehmerInnen (in Gruppen):

1. Kurzreferate/Inhaltsreferate zu Texten dem Handbuch
von Richard van Dülmen, Das Haus und seine Menschen (Kultur und Alltag in der Frühen Neuzeit, Bd. 1), München 1990
Gruppe 1: S. 38-55: Der patriarchalische Haushalt
Gruppe 2: S. 101-132: Erziehung und Jugend
Gruppe 3: S. 133-157: Verlobung und Trauung
Gruppe 4: S. 157-197: Sexualität
Gruppe 5: S. 199-228: Alter und Tod

Jede Gruppe hat total 30 Minuten (15-20 Minuten Vortrag + 10-15 Minuten Diskussion)

2. Referate zu Spezialthemen (s.u.)

1

01.03.2010
PS

Vorstellung der Semesterplanung

Referatsvergabe, Tutoriumseinteilung
---------------------------
Ein Überblick über die Neuzeit-Konzepte

- Gerd Schwerhoff, Frühe Neuzeit - Profil einer Epoche: http://www.schmidt.hist.unibe.ch/pot/FNZ/SchwerhoffFNZProfileinerEpoche.doc

als Mindmap

I Informationsbeschaffung/Heuristik

a) Heuristik und Brainstorming

Hausaufgabe für die nächste Stunde: Suche nach Definitionen zur Phänomenologie und Geschichte der Ehe in ausgewählten Lexika (wird im TT vorbereitet): Präsentation der Ergebnisse der Recherche in einer Plenardiskussion in Sitzung 2 (Diskussionsrunde, in der jede/r den Standpunkt „seines“ Lexikons vertritt)

Hausaufgabe für PS 3-5: Präsentation durch Gruppen von: Richard van Dülmen, Das Haus und seine Menschen (Kultur und Alltag in der Frühen Neuzeit, Bd. 1), München 1990 (s.o.)

 

TT

  1. Die PS-Bibliographie und der Baumgart. Wie bibliographiert man pragmatisch? Übungen und Entwicklung eines Schemas
  2. Die verschiedenen Lehrveranstaltungen

I Informationsbeschaffung/Heuristik

b) Bibliographieren

Der Weg der Erkenntnis:
-Wie gehe ich beim Bibliographieren vor?
-Erarbeiten eines Ablaufsschemas
Ausgangspunkt:

-Proseminarbibliographie des Historischen Instituts der Uni Bern 2006/2007

-Baumgart, W. (Hg.), Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte, München, laufend neue Auflagen

Lexika – Texte zur Ehe – gezielt auf die Frage des PS 2

2

08.03.2010
PS

Heuristik: Die Erarbeitung einer Fragestellung

Diskussion der Lexika-Standpunkte im Plenum, Mindmapping durch mich

 

TT

Führung  durch die Institutsbibliothek - 13.00 Uhr

Eine Führung durch die Basisbibliothek Unitobler (BTO) soll privat und individuell und ausserhalb des TT besucht werden. Siehe Angebote der BTO!

I Informationsbeschaffung/Heuristik

Heuristik: Bibliographieren

Lexika – Schwerpunkt Neuere Geschichte, bibliographieren zu den Referatsthemen

Kurz: Das systematische Bibliographieren (Austeilen einer tabellarischen Übersicht zum systematischen und zum pragmatischen Bibliographieren)

Ausführlich: Das pragmatische Bibliographieren:

a)      Enzyklopädien (Encyclopedia Britannica, Brockhaus), Sachlexika; b) Wörterbücher; c) Geschichtslexika; d) Teil- und Fremdfach-Lexika; biographische Lexika

Arbeitsziel/Schwerpunkt: Bibliographieren zu den gewählten Referatsthemen – „passende“ Lexika auswählen

3

15.03.2010
PS

II. Informationsverarbeitung – technisch:

Die Gruppen halten jeweils während 35 Minuten ein Referat auf der Basis des van-Dülmen-Textes, das sie mit Handouts begleiten, die sie allen abgeben. Alle lesen die Texte.

Gruppe 1: Der patriarchale Haushalt
Gruppe 2: Erziehung und Jugend


Beide Gruppen erstellen ein Handout in der Form einer Gliederung und verteilen es zu Beginn.

 

TT

Heuristik: Bibliographieren

Handbücher und Gesamtdarstellungen – Schwerpunkt Neuere Geschichte

Handbücher i.e.S.: a) Weltgeschichte; b) Europäische Geschichte; c) Nationale Geschichte; d) Teilfach-Handbücher; e) Spezial-Handbücher (Technikgeschichte, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Religions- und Kirchengeschichte etc.)

Gesamtdarstellungen (z.B. Gestrich, A., Krause, J.-U., Mitterauer, M., Geschichte der Familie, Stuttgart 2003)

-Arbeitsziel/Schwerpunkt: bibliographieren zu den gewählten Referatsthemen – „passende“ Handbücher auswählen

Freitag 19.03.2010

TT

vierstündig

im PC-Raum

13:00-17:00

Heuristik: Bibliographieren

Internet, laufende Bibliographien (und Bibliographien in Zeitschriften)

  • Lexika: BBKL, Britannica, Brockhaus

  • Bücherverzeichnis: VLB, Französische Bücher (Alapage), Englische Bücher (Amazon), Italienische Bücher, Spanische Bücher (beide via KNO)

  • Aufsatzdatenbanken: IBZ, Historical Abstracts, Historische Bibliographie (der HZ)

  • Suchmaschinen: Google etc.

  • Bibliothekskataloge: Karlsruher virtueller Katalog, Schweizer Kataloge

  • Startrampen für Geschichte

  • Wikipedia: Vor- und Nachteile

  • Zeitschriften, Zeitschriften-Datenbanken und Zitationsindizes:

  1. IBZ
  2. AHCI, SSCI
  3. Jahresberichte für deutsche Geschichte, Brockhaus multimedial, evt. Encyclopédie universelle Larousse
  •  CD-ROMs der UB (VPN-Client)

  • Citavi, ein Bibliographierprogramm, das Titel sucht, in einer Datenbank speichert (Literaturverzeichnis) und Zettelkastenfunktionen hat

4

22.03.2010
PS

Gruppe 3: Verlobung und Trauung
Gruppe 4: Sexualität

Beide Gruppen erstellen ein Handout in der Form einer Tabelle und verteilen es zu Beginn.

5

29.03.2010
PS

Gruppe 5: Alter und Tod
Die Gruppe erstellt ein Handout in der Form eines Mindmaps und verteilen es zu Beginn.

Evtl. Einführung in Mindmapping-Programme

 

TT

Heuristik: Bibliographieren

Fortsetzung Zeitschriften

Laufende und abgeschlossene Bibliogrphien

Formalien des Bibliographierens bzw. der bibliographischen Angaben (Quellen- und Literaturverzeichnis und Fussnoten)

6

12.04.2010
PS

05.04.2010 ist Ostermontag, d.h. kein Proseminar 

Mitschrift von Vorträgen

Ein Vortrag des Proseminarleiters wird mitgeschrieben, die Techniken der Mitschrift diskutiert und ein Musterbogen angelegt.

 

TT

II. Informationsverarbeitung – technisch:

Analytische und synthetische Verfahren

synthetische Verfahren: Zusammenfassungen

analytische Verfahren: Zettelkasten und Zettelkastenprogramme (u.a. http://zettelkasten.danielluedecke.de/, evtl. Citavi vertiefen)

7

19.04.2010
PS

 

Abgabe der Bibliographien zu den Referatsthemen

Referate: Struktur und Präsentation, Diskussion und „Regel-Erstellung“

II. Informationsverarbeitung – Kritik/Quellen

Was sind Quellen?

Urkunden und Akten

Äussere und innere Quellenkritik

Plenum: eine beispielhafte Quelle

Quellenkritik, die Standorte der Zeugen, ihr Wissen, ihre Nähe und Ferne: Der Wert von Quellen als Zeugen – Epistemologie und Erkenntnistheorie

Innere und äussere Quellenkritik (Fragenraster erarbeiten)

 

TT

III. Informationsausgabe (Output) – Topik

Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit an Beispielen

Besprechung der Formalien des Bibliographierens bzw. der bibliographischen Angaben (Quellen-/ Literaturverzeichnis und Fussnoten) am Beispiel der abgegebenen Bibliographien

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26.04.2010
PS 

Angabe der schriftlichen Kommentare zu den Bibliographien durch PS-Leiter und Tutor – Besprechung der Kommentare nach Vereinbarung

Quelleninterpretation:

Martin Luther, Eine Predigt vom Ehestand, in: Ders., Vom ehelichen Leben und anderen Schriften über die Ehe, Stuttgart 1997, S. 63-74.

III. Informationsausgabe (Output) – Topik

Die Gruppenreferate (sofern nichts anderes angegeben) umfassen 25 Minuten Vortrag und 10 Minuten Diskussion.

Referat Gruppe 1: Wer macht die Ehe in der frühen Neuzeit? – Powerpoint-Vortrag

 

TT

III. Informationsverarbeitung – Kritik/Quellen

Quellenkunden und Quellensammlungen zur Neueren Geschichte
Verzeichnis von Quellenkunden und –sammlungen:
Baumgart, W. (Hg.), Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte, München, laufend neue Auflagen

Quellenkunden: u.a. Baumgart, W. (Hg.), Quellenkunde zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis zur Gegenwart, Darmstadt 1987 ff., Schweizerische Quellenkunden

Quellensammlungen: u.a. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe, Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, Eidgenössische Abschiede, Deutsche Reichstagsakten, Lautemann, W. (Hg.), Geschichte in Quellen, München 1981

Übungen zur Quellenkritik oder Diplomatik: Was ist eine Urkunde, was sind Akten?

Oder: Aufarbeitung von offenen Fragen und Nachträge

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03.05.2010
PS

Referat Gruppe 2: Ehekonflikte – vorab verschicktes Referat (kurze Einführung von 5-10 Minuten, 25-30 Minuten Diskussion des von allen gelesenen Textes)

Referat Gruppe 3: Liebe in der Frühen Neuzeit? – Plenare Quellenarbeit

 

TT

12.30-14.00 Uhr Staatsarchiv Bern

Quellenarbeit

Archivalien, Archivführer, Paläographie: Übungen zur Paläographie

Arbeit mit Grotefend und der hilfswissenschaftlichen Website der Uni Zürich http://www.adfontes.unizh.ch/1001.php (mit online „Grotefend“: http://www.adfontes.unizh.ch/5500.php)

Verbunden mit konkreter Arbeit an Archivalien im Staatsarchiv Bern (Führungen und Übungen), geleitet durch den Direktor des Staatsarchivs Bern, Dr. Peter Martig

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10.05.2010
PS

Referat Gruppe 4: Kindheit und Erziehung – Gruppenarbeiten mit Quellen und Texten (vorab verschickt); Lese-Gruppen eingeteilt durch Gruppe 4)

Referat Gruppe 5: Hausväterliteratur – Powerpoint-Präsentation

 

TT

III. Informationsausgabe (Output) – Topik

Das Thesenpapier
Das Protokoll
Das Materialpapier

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17.05.2010
PS

24.05. ist Pfingstmontag, Proseminar fällt aus

Die Forschungssituation als Diskurszustand

Plenare Diskussion des Textes: Otto Brunner, Das „Ganze Haus“ und die alteuropäische „Ökonomik“, in: Ders. (Hrsg.), Neue Wege der Verfassungs- und Sozialgeschichte. 2. Aufl. Göttingen 1968, S. 103-127.

Abgabe der Mini-Proseminararbeit

 

TT

Der Forschungsbericht

Dekonstruktion zweier Forschungsberichte

-Wie finde ich „pfannenfertige“ Forschungsberichte und Rezensionen (IBR, laufende Bibliographien [vertiefen im Vergleich zur Stunde vom 25.11.], EDG, Oldenbourg-Grundriss der Geschichte, AHCI, Zeitschriften wie RHE-Bibliographie etc. …)

-Wie schreibe ich selbst einen Forschungsbericht?, an ausgewählten Beispielen erarbeiten

-Wie gewinne ich eine Fragestellung aus der Forschungslage?

12 und 13

31.05 .2010
PS

 

Otto Brunners ganzes Haus in der wissenschaftlichen Kontroverse, Diskussion ausgewählter Texte

Valentin Groebner, Ausser Haus. Otto Brunner und die alteuropäische „Ökonomik“, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 46 (1995), S. 69-80

Lyndal Roper, Das fromme Haus. Frauen und Moral in der Reformation, Frankfurt a.M., New York 1995, S. 7-11; 141-178

Claudia Opitz, Neue Wege in der Sozialgeschichte? Ein kritischer Blick auf Otto Brunners Konzept des „Ganzen Hauses“, in: Geschichte und Gesellschaft 19, 1994, S. 88-98

Hans Derks, Über die Faszination des „Haus-Konzepts“, in: Geschichte und Gesellschaft 22, 1996, S. 221-242

Gerhard Dilcher, Die Ordnung der Ungleichheit. Haus, Stand und Geschlecht, in: Ute Gerhardt (Hrsg.), Frauen in der Geschichte des Rechts, München 1997, S. 55-72

 

TT, zusammen mit PS

= Doppelsitzung

Besprechung der Mini-Proseminararbeiten

Einführungen ins Studium (Liste und Empfehlungen: Einsichtnahme), Lernstrategien und Schreibstrategien: Kurse der Hochschuldidaktik, Bücher

Schlussdiskussion

 Ende
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