„Geschichte der Ehe und Familie im 19. Jahrhundert“ – Proseminar nach 1800

FS 2009

von Heinrich Richard Schmidt (Proseminarleiter): heinrich-richard.schmidt@hist.unibe.ch
und Joel Graf (Tutor): joelgraf@students.unibe.ch

Plenum: Montag 10-12 Uhr,
Ort:
Beginn: Montag, 23. Februar 2009
Tutorium Gruppe 1: Montag 12.00-14.00 Uhr in F 013
(Tutorium Gruppe 2: Dienstag 12.00-14.00 Uhr in
F 013)

 Sie finden den Grundlagentext

Gestrich, Andreas, Geschichte der Familie im 19. und 20. Jahrhundert (EDG Bd. 50), München 1999

und die Texte der 12. Stunde

über diesen Link (bitte Titel anklicken): http://downloads.hist-web.unibe.ch/sn200/

wenn Sie die von mir genannten Passwörter eingeben

Sitzung Nr.

Datum

Inhalt

Abkürzungen im Feld „Datum“:
PS = Proseminarplenum
TT = Tutorium

1

23.02.2009

 

PS

Vorstellung der Semesterplanung

Das lange 19. Jahrhundert, die Neuzeit, die frühe Neuzeit und die Zeitgeschichte (Diskussion)

Ein Überblick über die Neuzeit-Konzepte

- Gerd Schwerhoff, Frühe Neuzeit - Profil einer Epoche: http://www.schmidt.hist.unibe.ch/pot/FNZ/SchwerhoffFNZProfileinerEpoche.doc

als Mindmap

Referatsvergabe, Turoriumseinteilung
---------------------------
Hausaufgabe für die nächste Stunde: Suche nach Definitionen zur Phänomenologie und Geschichte der Ehe in ausgewählten Lexika (wird im TT vorbereitet): Präsentation der Ergebnisse der Recherche in einer Plenardiskussion in Sitzung 2 (Diskussionsrunde, in der jede/r den Standpunkt „seines“ Lexikons vertritt)

 

TT

I Informationsbeschaffung/Heuristik

a) Heuristik und Brainstorming

Ehe- eine Begriffsbestimmung

b) Wie bibliographiere ich?

Wo finde ich Informationen zu dem Thema – wie bibliographiere ich?

Ausgangspunkt:

-Proseminarbibliographie des Historischen Instituts der Uni Bern 2006/2007

-Baumgart, W. (Hg.), Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte, München, laufend neue Auflagen

Weg:

-Wie gehe ich beim Bibliographieren vor?

-Erarbeiten eines Ablaufsschemas

Die verschiedenen Lehrveranstaltungen

Lexika – Texte zur Ehe – gezielt auf die Frage des PS 2: Ehe und Familie

2

02.03.2009

PS

Heuristik: Die Erarbeitung einer Fragestellung

Diskussion der Lexika-Standpunkte im Plenum, Mindmapping durch mich

 

TT

Heuristik: Bibliographieren

Lexika – Schwerpunkt Neuere Geschichte, bibliographieren zu den Referatsthemen

Kurz: Das systematische Bibliographieren (Austeilen einer tabellarischen Übersicht zum systematischen und zum pragmatischen Bibliographieren)

Ausführlich: Das pragmatische Bibliographieren:

a)      Enzyklopädien (Encyclopedia Britannica, Brockhaus)m, Sachlexika; b) Wörterbücher; c) Geschichtslexika; d) Teil- und Fremdfach-Lexika; biographische Lexika

Arbeitsziel/Schwerpunkt: Bibliographieren zu den gewählten Referatsthemen – „passende“ Lexika auswählen

3

09.03.2009

PS

Die Gruppen 1-5 halten jeweils während 35 Minuten ein Referat, das sie mit Handouts begleiten, die sie allen abgeben. Alle lesen die Texte.

Gruppe 1: Gestrich, Kapitel "Familienkonzepte im Wandel", S. 4-10
Gruppe 2: Gestrich, Kapitel "Materielle Grundlagen", S. 10-20


Beide Gruppen erstellen ein Handout in der Form einer Gliederung.

TT 09.03.2009 Heuristik

Handbücher und Gesamtdarstellungen – Schwerpunkt Neueste Geschichte

Handbücher i.e.S.: a) Weltgeschichte; b) Europäische Geschichte; c) Nationale Geschichte; d) Teilfach-Handbücher; e) Spezial-Handbücher ( Technikgeschichte, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Religions- und Kirchengeschichte etc.)

Gesamtdarstellungen (z.B. Gestrich)

-Arbeitsziel/Schwerpunkt: bibliographieren zu den gewählten Referatsthemen – „passende“ Handbücher auswählen

 

TT

vierstündig im PC-Raum

Termin:
Freitag,
13. März 13-17 Uhr

Techniken der Informationsverarbeitung:

Citavi
Mindmapping-Programme

Heuristik - Das Internet

  • Lexika: BBKL, Britannica, Brockhaus

  • Bücherverzeichnis: VLB, Französische Bücher (Alapage), Englische Bücher (Amazon), Italienische Bücher, Spanische Bücher (beide via KNO)

  • Aufsatzdatenbanken: IBZ, Historical Abstracts, Historische Bibliographie (der HZ)

  • Suchmaschinen: Google etc.

  • Bibliothekskataloge: Karlsruher virtueller Katalog, Schweizer Kataloge

  • Startrampen für Geschichte

  • Wikipedia: Vor- und Nachteile

  • Zeitschriften, Zeitschriften-Datenbanken und Zitationsindizes:

  1. IBZ
  2. AHCI, SSCI
  3. Jahresberichte für deutsche Geschichte, Brockhaus multimedial, evt. Encyclopédie universelle Larousse
  •  CD-ROMs der UB (VPN-Client)

4

16.03.2009

PS

Gruppe 3: Gestrich, Kapitel "Wohnverhältnisse", S. 20-27
Gruppe 4: Gestrich, Kapitel "
Ehepartner", S. 27-35

Beide Gruppen erstellen ein Handout in der Form Tabelle.

 

TT

Heuristik

Fortsetzung Zeitschriften

Laufende und abgeschlossene Bibliographien

Formalien des Bibliographierens bzw. der bibliographischen Angaben (Quellen- und Literaturverzeichnis und Fussnoten)

5

23.03.2009

 

PS

 

II. Informationsverarbeitung – technisch:

Die Textzusammenfassung

Gruppe 5: Gestrich, Kapitel "Eltern-Kind-Beziehungen und Jugend", S. 35-47

Die Gruppe erstellt ein Handout in der Form eines Mindmaps.

Mindmapping und Zettelkasten

 

TT

Führung durch die NB (Frau Bütikofer): 12-14.00 Uhr

6

30.03.2009

 

PS

Analytische und synthetische Verfahren

Technik der Informationerfassung

1.   Mitschrift von Vorträgen

2. Zettelkasten und Zettelkastenprogramme (u.a. www.zettelkasten.de)

3. Lesetechniken, Anstreichen, Zusammenfassungen/Abstracts

 

TT

fällt aus

7

06.04.2009

 

PS

 

Abgabe der Bibliographien zu den Referatsthemen

Referate: Struktur und Präsentation, Diskussion und „Regel-Erstellung“

II. Informationsverarbeitung – Kritik/Quellen

Was sind Quellen?

Urkunden und Akten

Äussere und innere Quellenkritik

Plenum: eine beispielhafte Quelle

Quellenkritik, die Standorte der Zeugen, ihr Wissen, ihre Nähe und Ferne: Der Wert von Quellen als Zeugen – Epistemologie und Erkenntnistheorie

Innere und äussere Quellenkritik (Fragenraster erarbeiten)

 

TT

fällt aus

8

20.04.2009

 

PS 

Angabe der schriftlichen Kommentare zu den Bibliographien durch PS-Leiter und Tutor – Besprechung der Kommentare nach Vereinbarung

Quelleninterpretation:

Engels: Kritik an der bürgerlichen Familie (Die Lage der arbeitenden Klassen oder Der Ursprung der Familie)

 

TT

III. Informationsverarbeitung – Kritik/Quellen

Quellenkunden und Quellensammlungen zur Neuesten Geschichte
Verzeichnis von Quellenkunden und –sammlungen:
Baumgart, W. (Hg.), Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte, München, laufend neue Auflagen

Quellenkunden: u.a. Baumgart, W. (Hg.), Quellenkunde zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis zur Gegenwart, Darmstadt 1987 ff., Schweizerische Quellenkunden

Quellensammlungen: u.a. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe, Acta Borussica, DODIS, Arbeiterklasse, Lautemann, W. (Hg.), Geschichte in Quellen, München 1981

Übungen zur Quellenkritik oder Diplomatik: Was ist eine Urkunde, was sind Akten?

Oder: Aufarbeitung von offenen Fragen und Nachträge

9

27.04.2009

PS

Referat 1: Die bürgerliche Ehe – mündlicher Vortrag
Referat 2: Die Proletarierfamilie im Spiegel von Egoquellen – Plenare Quellenarbeit

Referate stets maximal 25 Minuten, Diskussion 15 Minuten

 

TT

Quellenarbeit

Archivalien, Archivführer, Paläographie: Übungen zur Paläographie

Nationalbibliothek (Sichler)

10

04.05.2009
PS

Referat 3: Liebesheirat - Liebesehe. Die Liebe als neues Paradigma – vorab verschicktes Referat mit Fussnoten und Gliederung
45 Minuten Diskussion über den verschickten Text

Referat 4:
Sexualität in und ausserhalb der Ehe - Powerpoint-Vortrag

 

TT

III. Informationsausgabe (Output) – Topik

Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit an Beispielen

Besprechung der Formalien des Bibliographierens bzw. der bibliographischen Angaben (Quellen-/ Literaturverzeichnis und Fussnoten) am Beispiel der abgegebenen Bibliographien

Das Thesenpapier
Das Protokoll
Das Materialpapier

11

11.05.2009

 

PS

Referat 5: Kindererziehung – Gruppenarbeit auf der Basis von Literaturexzerpten. Die Gruppe organisiert eine Gruppenarbeit der TeilnehmerInnen und fasst die Ergebnisse zusammen.

Die Forschungssituation als Diskurszustand

Plenare Diskussion des Themas: Die Hausfrau als Proletarier der Familie auf der Basis des Textes: C.v. Werlhoff, Der Proletarier ist tot. Es lebe die Hausfrau?, in: Dies. u.a. (Hgg.), Frauen, die letzte Kolonie. Zur Hausfrauisierung der Arbeit, Reinbek 1983, S. x-y

 

TT

Der Forschungsbericht

Dekonstruktion zweier Forschungsberichte

-Wie finde ich „pfannenfertige“ Forschungsberichte und Rezensionen (IBR, laufende Bibliographien [vertiefen im Vergleich zur Stunde vom 25.11.], EDG, Oldenbourg-Grundriss der Geschichte, AHCI, Zeitschriften wie RHE-Bibliographie etc. …)

-Wie schreibe ich selbst einen Forschungsbericht?, an ausgewählten Beispielen erarbeiten

-Wie gewinne ich eine Fragestellung aus der Forschungslage?

12

18.05.2009

 

PS

 

Werlhoff in der wissenschaftlichen Kontroverse, Diskussion ausgewählter Texte

Gruppe 1 Beer

Gruppe 2: Rosenbaum

Gruppe 3: Frevert

Gruppe 4: Habermas

Gruppe 5: Geissler/Oechsle

 

TT

Abgabe der Mini-Proseminararbeit

Geschichtstheorien und –methoden. Neue Trends der Historiographie

13

25.05.2009

PS

Schlussdiskussion

Einführungen ins Studium (Liste und Empfehlungen: Einsichtnahme), Lernstrategien und Schreibstrategien: Kurse der Hochschuldidaktik, Bücher

 

TT

Besprechung der Mini-Proseminararbeiten

 Ende
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